84 Schriftstellerin Rahel Varnhagen (1771 – 1833), die schon als junge Frau Goethe beeindruckte. Man philosophierte nicht nur, sondern unternahm auch mehrtägige Lustfahrten mit der Kutsche in die Umgebung von Baden-Baden – die mit der Alten-Schloss-Ruine und dem Battert, den Wasserfällen und Schwarzwaldschluchten den Sehnsüchten der romantischen Dichter perfekt entsprach. Die fürstliche Familie Gagárin residierte vis-à-vis im Palais Gagárin (dem heutigen Restaurant Rizzi und Standesamt), dessenSchloss- undParkanlagesichdamalsprächtigausdehnte. Fürst Gagárin war Direktor des Petersburger Mariinsky-Theaters, sein Haus ein gesellschaftlicher Treffpunkt. Die künstlerische Prominenz wie Turgenjew oder die Viardot verkehrten gerne hier. Heute kann man im Gagárin heiraten und auf der Lounge-Terrasse des Rizzi das Alleeambiente genießen. Lichtentaler Straße Mondäne Einkaufsmeile, prunkvolle Bauten und noble Adressen nders als die majestätisch gerade verlaufende Sophienstraße schwingt sich die Lichtentaler Straße, vom Leopoldsplatz abgehend, erst einmal in sanften Bögen hin und her. In diesem ersten Teil mit luxuriösen Geschäften, Boutiquen, Parfümerien und Kosmetiksalons steht sie der Sophienstraße in nichts nach. Und bei königlich leckerem Kuchen im Café König spiegelt sich das Ambiente glanzvoller vergangener Zeiten wider. Nach dem letzten Bogen präsentiert sich mit dem Goldenen Kreuz von 1892 ein atemberaubendes Haus der Gründer- zeit von ehrfurchtgebietenden Ausmaßen, das eine Laden- passage mit exklusiven Adressen beherbergt. Zuvor stand hier das zweigestöckige Gasthaus von Franz Xaver Mayer, in dem man sich bereits Anfang des 19. Jahrhunderts zum romantischen Salon traf. Strahlender Mittelpunkt war die A Wunderschöne Fassade des Goldenen Kreuzes von 1892 Palais Gagarin (heute RIZZI)
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQ0ODk0