Best of Baden-Baden

178 as Festspielhaus Baden-Baden ist mit 2.500 Plätzen Deutschlands größtes Opernhaus. Im Jahre 1998 wurde das Festspielhaus eröffnet. Das Ziel: ein privat betriebener kultureller Leuchtturm für die in der Musikgeschichte Europas so wichtigen Stadt. Hier erfand der französische Komponist Hector Berlioz den Begriff „Festival“, und hier lebten und arbeiteten Johannes Brahms, Clara Schumann, Pauline Viardot und Ehrenbürger Pierre Boulez. Lange hatte Baden-Baden auf ein großes Opernhaus warten müssen. Der Betreiber der Spielcasinos auf den Champs Élysées, Edouard Bénazet, hat zwar als Dank für seine CasinoLizenz in Baden-Baden das Stadttheater am Goetheplatz bauen lassen und der Stadt gestiftet, doch ein großes Opernhaus fehlte. Wenig später hatte Richard Wagner bereits ein Grundstück für ein Festspielhaus reserviert, hat aber nicht das nötige Geld zusammen bekommen, um eine Vision hier umzusetzen. Auch Literaturnobelpreisträger Gerhart Hauptmann und Dirigent Wilhelm Furtwängler gelang es nicht, den Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Das Festspielhaus Baden-Baden Deutschlands größtes Opernhaus D 1980 gründete der Kunstmäzen Ernano Sens-Großholz eine Bürgerbewegung für den Bau eines Opern- und Konzerthauses in Baden-Baden. Daraus ging 1995 der Freundeskreis Festspielhaus Baden-Baden hervor. Der Wiener Architekt Wilhelm Holzbauer gewann den Architekturwettbewerb, den Stadt und Land ausgerufen hatten. Der Neubau des heutigen Festspielhauses (Eigentum: Stadt Baden-Baden, Betrieb durch die private Kulturstiftung Festspielhaus Baden-Baden und ihre gemeinnützige Betriebs-gGmbH) wurde unter architektonischer Integration des ehemaligen Baden-Badener Stadtbahnhofes am 18. April 1998 feierlich eröffnet. Besondere Arbeitsbedingungen und die „Oase der Ruhe“ Baden-Badens locken Weltstars in den Schwarzwald, wo in den vergangenen Jahren neue Festivals in der weltweit gelobten Akustik des Festspielhauses sowie an historischen Musikorten unter der Regie des Festspielhauses in der Stadt entstanden. Abseits großstädtischer Hektik kann hier in Ruhe geprobt und aufgeführt werden, Neues erprobt und intensiv für das Publikum vertieft werden.

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